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Hormonersatztherapie zur Linderung von Wechseljahrbeschwerden

Durch eine Hormon­ersatz­therapie sollen die Wechseljahre und die damit einhergehenden Beschwerden deutlich abgemildert werden. Sowohl für Frauen als auch für Männer soll eine Hormon­ersatz­therapie also dazu beitragen, die eigene Lebensqualität zu steigern.

Hormone spielen im menschlichen Körper eine bedeutende Rolle: Sie übermitteln bestimmte Informationen und regulieren zahlreiche körperinterne Prozesse wie beispielswese Atmung, Blutdruck, Stoffwechsel oder Wasserhaushalt. Der Körper des Menschen ist ein komplexes System und alle hormonellen Prozesse greifen wie die Zahnwerke eines Uhrwerks ineinander. Die Hormon­ersatz­therapie kann einen wesentlichen Beitrag zu einem hormonellen Gleichgewicht leisten.

So können sich Schilddrüsenprobleme beispielsweise auf die Sexualhormone auswirken. Ebenso können die Hormone der Nebenniere vorhandene Wechseljahrbeschwerden noch mehr verstärken. Hormonelle Vorgänge im Körper können jedoch auch dazu führen, dass in den Wechseljahren oder in den 40 Wochen der Schwangerschaft vermehrt Schilddrüsenprobleme auftreten.

Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, das körpereigene Hormonsystem ganzheitlich zu betrachten. Kommt es in bestimmten Lebensphasen wie zum Beispiel den Wechseljahren zu einem hormonellen Ungleichgewicht, so kann die Hormon­ersatz­therapie gezielte Behandlungslösungen im Rahmen der Anti Aging Medizin bieten.

Hormonersatztherapie

Wechseljahre – eine intensive Zeit der hormonellen Umstellung

Die Wechseljahre bei Frauen erstrecken sich über einen Zeitraum von ca. 8 Jahren und beginnen meist ab dem 40. Lebensjahr. Dies ist eine Zeit der intensiven hormonellen Umstellung, die eng verbunden mit dem Östrogenspiegel im Körper ist. Durch das Absinken der Sexualhormone von Frauen kommt es häufig zu einigen körperlichen Veränderungen und Beschwerden. Zu Beginn der Wechseljahre sinken zunächst vor allem die Progesteron-Werte, während der Östrogenspiegel noch konstant hoch bleibt. Auf diese Weise kann sogar ein relativer Östrogenüberschuss entstehen.

Die Wechseljahre äußern sich mit unterschiedlichen körperlichen Symptomen wie beispielsweise:

  • Hitzewallungen
  • Spontane Schweißausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühle
  • Bluthochdruck
  • Verlangsamung der Stoffwechselprozesse
  • Gewichtszunahme
  • Haarausfall
  • Rückgang der Libido

Zu den geistigen und mentalen Veränderungen in den Wechseljahren gehören:

  • Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten
  • Stimmungsschwankungen
  • Verringerung der Stressresistenz
  • Depressionen

Sinkt der Östrogenspiegel zunehmend ab, kommt es zu einer vermehrten Faltenbildung, trockenen Schleimhäuten, zu Osteoporose, Herz-Kreislauf-Problemen und Inkontinenz. Nicht alle Frauen zeigen jedoch die gleichen Symptome: Nur rund ein Drittel aller Frauen hat tatsächlich starke Wechseljahrbeschwerden.

Hormonersatztherapie in den Wechseljahren – wie kann sie helfen?

Durch eine Hormonersatztherapie kann in den Wechseljahren eine gezielte Linderung der Beschwerden erreicht werden. In dieser Zeit ist die körpereigene Hormonproduktion beeinträchtigt, sodass es häufig zu einem Hormonmangel kommt. Infolgedessen entstehen Beschwerden wie beispielsweise Hitzewallungen, Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen.
Die Hormonersatztherapie verfolgt hier nicht den Zweck, die hormonelle Konzentration wiederherzustellen, die vor den Wechseljahren bestanden hat. Vielmehr geht es darum, die Beschwerden, die infolge eines Östrogenmangels entstehen zu lindern und zu beseitigen. Klimakterische Beschwerden wie Scheidentrockenheit oder Hitzewallungen sollen durch die Hormonersatztherapie gemindert werden, gleichzeitig sollen Erkrankungen wie Depressionen oder Osteoporose verhindert werden.

Wechseljahre bei Männern – Testosteronmangel in der Andropause

Die Wechseljahre bei Männern sind nicht ganz so bekannt wie die Wechseljahre der Frau. Die männlichen Wechseljahre werden in der Fachterminologie auch als Andropause bezeichnet, benannt nach den männlichen Sexualhormonen, den Androgenen. Besonders bekannt ist das Testosteron, das in den Leydig-Zwischenzellen des Hodens gebildet wird. Ähnlich wie bei den Frauen ist auch bei den Männern die Androgen-Ausschüttung über einen komplexen Regelkreis mit dem Gehirn verbunden. Bereits ab dem 40. Lebensjahr sinkt der Testosteronspiegel im Blutkreislauf. Männer, die das 50. Lebensjahr überschritten haben, weisen bereits Werte auf, die etwa 15 bis 20 Prozent unter dem Normwert liegen.

Hormonersatztherapie

Immer mehr Männer zwischen 40 und 50 Jahren gehen dauerhaft – insbesondere in ihrem beruflichen Alltag – an die absolute Belastungsgrenze. Infolgedessen kommt es häufig zu einem drastischen Abfall der Testosteronproduktion und zu Beschwerden wie Erschöpfung, Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Erektions­störungen oder eine Abnahme der sexuellen Lust.

Im Allgemeinen leiden Männer doppelt so häufig unter chronischen Erkrankungen als Frauen und sterben im Durchschnitt auch rund sieben Jahre früher. In vielen Fällen ernähren sich Männer generell ungesünder und stehen deutlich mehr unter Stress. Infolgedessen leiden sie auch deutlich häufiger unter Darmtumoren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nur 13 Prozent der Männer über 40 nehmen jedoch tatsächlich an Vorsorgeuntersuchungen teil!

Dabei lassen sich gerade Krebserkrankungen deutlich besser heilen, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Statistiken zeigen beispielsweise auf, dass rund zwei von drei Darmkrebspatienten überleben können, wenn sie rechtzeitig an den Vorsorgeprogrammen teilnehmen. Dasselbe gilt für Prostatakrebs.

Bioidentische Hormone im Rahmen der Hormonersatztherapie

Hormone steuern zahlreiche wichtige Körperprozesse und somit wesentlich unser Leben. Treten nun in den Wechseljahren bestimmte Symptome und somit ein Hormonmangel auf, so behandele ich diesen mit bioidentischen Hormonen. Hierbei geht es insbesondere um die Wiederherstellung der möglicherweise verloren gegangenen hormonellen Balance. Diese human-identischen Hormone haben dieselbe Molekülstruktur wie die körpereigenen Botenstoffe. Auf diese Weise können unerwünschte Nebenwirkungen vermieden werden.

Anhand des Hormonspiegels ermittele ich im individuellen Fall die optimale Hormondosis. Alternativ teste ich die passende hormonelle Dosis mithilfe der Elektroakupunktur aus. Auch die Rimkus-Methode, nach Dr. Volker Rimkus, kommt in meiner Praxis im Rahmen der Naturheilverfahren zum Einsatz: Hierbei werden Kapseln mit bioidentischen Hormonen in speziell dafür ausgebildeten Apotheken hergestellt. Zudem kann auch die Behandlung mit Hormoncremes angewendet werden, die individuell für jeden Patienten dosiert werden.

Meine langjährige medizinische Erfahrung im Umgang mit hormonellen Defiziten hat mich gelehrt, dass der Hormonersatz allein keine Lösung ist. Hormone können nur dann entsprechend wirken, wenn sie an den Hormonrezeptoren der Zellen auch andocken können.

Liegen im Organismus jedoch Stoffwechselerkrankungen, Darmprobleme und Übersäurerungen vor, ist die Wirksamkeit der Hormonersatztherapie maßgeblich beeinträchtigt oder unter Umständen überhaupt nicht vorhanden. Das Schröpfen, der hildegardische Aderlass oder die ambulante F.X Mayr Kur sind Entgiftungstherapien, die solche Probleme gezielt behandeln können.

Hormonersatztherapie

Das Hormonsystem und mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit

Das gesamte menschliche Hormonsystem unterliegt feinen Regulationsmechanismen. Übergeordnete Gehirnregionen – die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) sowie der Hypothalamus (ein Teil des Zwischenhirns) überwachen und steuern die Aktivität der Hormondrüsen. Die Hormone der Nebenniere, der Schilddrüse sowie die Sexualhormone bilden ebenfalls eine sich wechselseitig beeinflussende Einheit. Wichtige Körperfunktionen werden von den Schilddrüsenhormonen bestimmt, so etwa die Stoffwechsellage, der Wärmehaushalt, die Vitalität der Körperorgane und auch die Sexualität. Die Produktion dieser Hormone der Schilddrüse ist ein aktiver Prozess, bei dem Sauerstoffradikale anfallen. Infolgedessen ist das Gewebe sehr anfällig für Veränderungen und Funktionsstörungen.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann es zu folgenden Beschwerden kommen:

  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Gewichtszunahme
  • Verstopfung
  • gesteigertes Kälteempfinden

Im Rahmen einer Schilddrüsenüberfunktion können folgende Beschwerden auftreten:

  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe
  • Schwitzen
  • Reizbarkeit
  • rege Verdauungsprozesse

Die medizinische Behandlung der Schilddrüse ist kein leichtes Unterfangen. Hier muss zunächst ein ausführliches Blutbild angefertigt und einige Werte wie TSH, fT3, fT4 sowie Antikörper bestimmte werden. Viele Menschen reagieren auch bei Schilddrüsenproblemen besser auf natürliche Extrakte: Diese enthalten Hormonvorstufen, die die natürliche Funktion der Schilddrüse unterstützen.

Insbesondere Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Schilddrüsenentzündung, die eine Unterfunktion (Hashimoto) nach sich ziehen kann. Hierbei bildet der Organismus Antikörper gegen das eigene Gewebe: Es kommt also zu einer Autoimmunerkrankung.

Alle Autoimmunerkrankungen beginnen im Darm: Aus diesem Grund hat die Darmgesundheit des Menschen einen besonders hohen Stellenwert. Es geht hier vorrangig darum, die Leber durch adäquate Entgiftungstherapien zu stärken. Des Weiteren ist die Schilddrüse für eine optimale Hormonproduktion auf eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen angewiesen.
Essentielle Aminosäuren, Jod, Tyrosin, Eisen, Zink, Kupfer, Vitamin D und Selen sind dabei sehr wichtige Bausteine.